Der alltägliche Wahnsinn

Der Himmel in schwarz einstürzte,
als meine Mutter die Suppe würzte.

Mir war auf einmal alles einerlei,
am Haus ging ein Passant vorbei.

Die Not war auf einmal riesengroß,
auf der Strasse fuhr ein Auto los.

Mein Puls ging unendlich rauf.
Mein Vater blätterte die Zeitung auf.

Ich fragte mich hektisch: "Was jetzt tun?"
meine Schwester antwortete: "Wie wär's mit ruhn?"

Ich nur noch verdattert guckte,
als vom Himmel der Blitzstrahl zuckte.

Der Wahnsinn war kaum mehr zu ermessen.
Meine Mutter rief uns alle zum Essen.

Nun saß ich da wie zugenäht.
Vor dem Essen gibt es Tischgebet.

Ich schlang das Essen einfach runter.
Auf einmal war das Leben bunter.

Dieser Spruch könnte von mir stammen:
"Essen hält Leib und Seele zusammen."